Klar schreiben trotz Gedankenkarussell #praxis [SC029]

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Heute geht's darum, wie du in dein Kopfkarussell mehr Ruhe reinbringst und beim Schreiben systematisch bleibst. ^^

Das hier ist eine Praxis-Folge mit einer Schreibübung.


Schreib Chaos Podcast  für systematisches und intuitives schreibeben

Schreib Chaos! - Shownotes Episode 29:

Erstmal das Organisatorische ... ^^


Und jetzt zum Inhalt: ^^

Wenn wir emotional geladen schreiben, kann das gewollt sein. Manchmal ist es aber auch nicht angebracht. Das gilt, wenn du in der Berichterstattung arbeitest oder an einem größeren Projekt bzw. einem ganzen Buch schreibst, also wenn du eigentlich etwas komplexeres als "nur" deinen gegenwärtigen Seelenzustand zu Papier bringen willst. ^^

Warum ist diese Unterscheidung beim Schreiben wichtig?

Natürlich darfst du deinen seelischen Zustand zu Papier bringen, wie du lustig bist. Nur auf den Rahmen kommt es an. Und es gibt da eine große Menge von Texten, die schlicht eine völlig andere Absicht verfolgen, als den Geist für die Allgemeinheit auszuschütten. Darunter fallen klassische Nachrichten, Informationstexte sowie die meisten Bücher. Diese Texte werden nämlich zu einem bestimmten Zweck oder mit einem bestimmten Ziel verfasst. Sie basieren auf einem bestimmten Konzept, werden über einen längeren Zeitraum geschrieben und oft sogar intensiv geplant.

Mit anderen Worten, temporäre Befindlichkeiten im Moment des Schreibens sind hier meist eher hinderlich und können das komplette Konzept über den Haufen werfen.

So, aber wie kannst du das Schreiben nun für dich händeln, wenn in deinem Kopf alle Gedanken durcheinander gehen?

Ich kenne das aus meiner eigenen Arbeit nur zur Genüge. Auf der einen Seite das redaktionelle Schreiben für die Öffentlichkeitsarbeit, auf der anderen Seiten die kreativen Flausen, die sich ihre Wege mit größtem Nachdruck suchen. Parallel dazu kommen dann immer noch neue Ideen oben drauf - und vorbei ist das mit der gebotenen Klarheit für den offiziell redaktionellen Teil. ^^'

Wenn es dir ähnlich geht und wenn deine Gedanken und Gefühle gerade gar nicht so zu dem passen wollen, was du eigentlich machen solltest, dann nimm dir einfach mal ein Stück Papier oder ein Notizbuch und einen Stift zur Hand.

Parallel kannst du gerne schon einmal dein eigentliches Schreibprojekt aufschlagen oder die entsprechende Datei am Rechner öffnen und es dir quasi erstmal an die Seite legen. ^_^

Aber nun wieder zurück zu ersterem Stück Papier oder Notizbuch - und ja, ich rate dir für diese Übung deine Handschrift zu gebrauchen, denn auf diese Weise kriegst du deinen Kopf am besten frei. ^.~

Sobald du also merkst, dass du dich von deinen eigentlichen Projekt ablenkst - sei es wegen neuer Ideen, neuer Gedanken oder vielleicht sogar wegen Sorgen, Ängsten, Lösungsideen und intensiven Stimmungen. Dann gib diesen Ablenkungen Raum.

Gib diesen Gedanken, Ideen und Gefühlen Beachtung, indem du sie notierst und festhältst - vielleicht in ganzen Sätzen, vielleicht in losen Stichpunkten, vielleicht als Mindmap.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es beim Schreiben das Schlimmste sein kann, diesen ablenkenden Gedanken nicht genug Aufmerksamkeit zu geben. Denn offenbar will uns unser Unterbewusstsein in diesem Moment etwas vermeintlich Dringendes und Unaufschiebbares mitteilen. Und wenn wir dem nicht irgendwie Gestalt verleihen, investieren wir viel Kraft und Energie in vage Gedankenrundfahrten, die, je länger sie währen, immer größer zu werden scheinen. Das gilt besonders, wenn es sich bei diesen Gedanken um Probleme handelt.

Durch das Aufschreiben gibt du solchen Gedanken nicht nur die Aufmerksamkeit, die sie haben wollen, sondern du begrenzt damit auch wunderbar ihr weiteres Wachstum. Denn du hältst sie in dem Moment so fest, wie sie gerade sind, und obendrein kannst du sie auch wunderbar für einen späteren Zeitpunkt aus deinem Kopf auslagern und aufbewahren. ^^

Schreibe also all jene Gedanken, die dich von deiner eigentlichen Arbeit abhalten, auf den leeren Zettel oder in dein Notizbuch, dass du im besten Fall nur für solche Ideen verwendet. Du wirst merken, dass du irgendwann das Bedürfnis hast, deinen Stift vom Papier abzusetzen, gerade weil du da ja noch an diesem anderen und eigentlichen Projekt schreibst oder schreiben solltest.

Vielleicht merkst du, wie du plötzlich mehr raum für die Gedanken hast, die sich genau mit diesem Projekt befassen. Vielleicht brauchst du aber auch zwei, drei oder mehr Anläufe auf deinem beiliegenden "Gedankenpapier". Das ist im Übrigen nicht schlimm. Besonders wenn du deinen Gedanken schon länger nur wenig Raum gegeben hast, kann es sein, dass du dich erstmal einem größeren Fundus gegenüber siehst, der sich Stück für Stück seine Aufmerksamkeit bei dir abholen möchte. Ja, das kann unter diesen Umständen schon mal etwas länger dauern. Und es gibt Phasen im Leben - so wie auch jetzt in Zeiten von Corona - da kommen dir tagtäglich neue flatternde Gedanken, die von dir gedacht werden wollen. Andererseits tut es dir auch gut, dich immer wieder bewusst deiner eigenen Gedankenwelt mal auszusetzen.

Das hat auch etwas mit einer gewissen Form der "Seelenhygiene" zu tun. Denn oft ist es so, dass du, nachdem du Sachen notiert hast, erst erkennst, ob diese Sachen Sinn machen, ob diese Gedanken wertvoll sind, oder ob sie doch nur deinem inneren Bullshit TV entspringen.

Spannend ist auch, dass - je öfter du das machst - die eine Sorte Gedanken von der anderen Sorte zu unterscheiden lernen wirst. Du merkst, dass du Einfluss auf deine Gedanken haben kannst.

Schau dir deine Gedankenpapiere immer mal wieder an. Behalte die Themen und Notizen für später, die dir lohnenswert erscheinen, und streiche jene durch, die dir nur eine schlechte Stimmung bescheren und obendrein noch jeder logischen Grundlage entbehren. ^_^

Ich weiß, dieser ganze Prozess klingt jetzt in der Erklärung vielleicht umfangreicher und zeitaufwendiger als er tatsächlich ist. Tatsächlich sollte dieses Notieren deiner Gedanken nur gerade mal 5 bis 10 Minuten dauern. Sodass du dich anschließend und nur wenige Zeit später deinem eigentlichen Schreibprojekt mit vollem Fokus zuwenden kannst. ^^


Wenn du möchtest teile mir deine Erfahrungen mit dieser Schreibübung gerne mit, indem du mir unter diesem Beitrag einen Kommentag da lässt.

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In diesem Sinne: Vielen Dank für deine Zeit und Schreib Chaos!

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